Untersuchung von Tränkwasser in der LUFA Nord-West

Tränkwasser ist für jedes Tier in jedem Alter eines der wichtigsten Futtermittel, wenn nicht sogar das wichtigste Futtermittel.
Für die art- und leistungsgerechte Haltung der Tiere muß Tränkwasser jederzeit in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Ohne Wasseraufnahme erfolgt auch keine ausreichende Futteraufnahme durch die Tiere. Die Qualität des Tränkwassers hat in der tierischen Produktion somit eine ganz herausragende Bedeutung. Im Vordergrund stehen neben der Gesundheit der Tiere, die Leistungsfähigkeit der Tiere und auch die Sicherheit der produzierten Lebensmittel. Jede außergewöhnliche Belastung des Wassers mit unerwünschten Stoffen bedeutet einen bestimmten Aufwand des Organismus zur Entgiftung oder Verarbeitung des Wassers.
 Rechtlich ist Tränkwasser gem. VO (EG) Nr. 178/2002 Artikel 3 als Futtermittel einzustufen. Auch in der Positivliste für Einzelfuttermittel ist Tränkwasser mit der Beschreibung „Aus der öffentlichen Wasserversorgung, Wasserläufen, Brunnen oder Niederschlägen gewonnenes Wasser“ als Futtermittel aufgeführt. Je nach Herkunft, Gewinnung und Bevorratung ist das für Nutztiere vorgesehene Tränkwasser mit unterschiedlichen Risiken behaftet, was nicht zuletzt bei der Kontrolle seiner Qualität berücksichtigt werden sollte. Gemäß Verordnung (EG) Nr. 183/2005 (Futtermittelhygieneverordnung) muß Tränkwasser so beschaffen sein, dass es für die betreffenden Tiere geeignet ist. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung fordert, dass alle Tiere entsprechend ihrem Bedarf mit Futter und Wasser in ausreichender Menge und Qualität versorgt werden. Tränkwasser sollte schmackhaft und verträglich sein und sollte auch keine negativen Effekte auf die Tränktechnik haben.
Um den genannten Anforderungen gerecht zu werden, ist im Auftrag des BMELV von einer Expertengruppe ein „Orientierungsrahmen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung der hygienischen Qualität von Tränkwasser“ erarbeitet und veröffentlicht worden (Kamphues et al. 2007; Empfehlungen zur futtermittelrechtlichen Beurteilung der hygienischen Qualität von Tränkwasser). Der Orientierungsrahmen beschreibt die wesentlichen Anforderungen an die hygienische Qualität von Tränkwasser.
 Die LUFA Nord-West bietet in Anlehnung an die Empfehlungen des Orientierungsrahmens zwei Pakete für die Untersuchung von Tränkwasser an. Hierbei handelt es sich um ein chemisch-physikalisches und ein mikrobiologisches Untersuchungspaket. Weitere Untersuchungen sind auf Nachfrage selbstverständlich möglich.

Probenahme und Probenlogistik
Zur Untersuchung sollte etwa 1 Liter der Wasserprobe in ein Probengefäß gefüllt (Bitte die Hinweise zur Probenahme beachten), verschlossen, beschriftet und mit einem Untersuchungsauftrag je Probe zum Institut für Futtermittel der LUFA Nord-West (Anschrift: Jägerstraße 23-27, 26121 Oldenburg, Tel.: 0441/801850, Fax: 0441/801871) geschickt werden. Die Beschriftung kann bei mehreren Proben durch fortlaufende Nummern mit Hilfe eines wasserfesten Stiftes auf den Probengefäßen erfolgen.
Um einen reibungslosen Untersuchungsablauf zu gewährleisten, sollten die folgenden Punkte beachtet werden:
Zu jeder Wasserprobe gehört ein eigener Untersuchungsauftrag! Verwenden Sie bitte den jeweils aktuellen Auftragsvordruck (PDF, 118 KB) .
Tragen Sie die volle Anschrift des Auftraggebers=Rechnungsempfängers gut leserlich ein. Falls Sie schon eine LUFA-Kunden-Nummer besitzen, geben Sie diese bitte an. Ein sorgfältig ausgefüllter Auftrag erleichtert die Bearbeitung und die zügige Untersuchung der Probe. Wenn Sie eine Ergebnisübermittlung per E-Mail wünschen, so tragen Sie bitte Ihre E-Mailadresse auf dem Auftragsvordruck ein.
 Kostenloser Kurierdienst
In allen niedersächsischen Regionen fährt ein Kurier- und Probenabholdienst festgelegte Abholstellen an und holt dort kostenlos die Proben ab. Die Liste der Abholstellen (PDF, 199 KB) sowie die Abholzeiten (PDF, 199 KB) sind im Internet nachzulesen. Die Proben müssen mindestens 30 Minuten vor der angegebenen Uhrzeit vorliegen bzw. in der Region Hannover ein Tag vor dem Abholtermin. Die Proben werden nachmittags zur LUFA gebracht. Größere Probenzahlen (ab ca. 30 Proben) sollten einen Tag vorher angemeldet werden, damit entsprechende Transportkapazitäten vorhanden sind.
Ansprechpartner (PDF, 75 KB)  
                                                                                                 
Auftragsvordruck (PDF, 118 KB) für Tränkwasser 
 
Hinweise (PDF, 27 KB) zur Probenahme
                                                                                
Übersicht (PDF, 199 KB) über die Probenannahmestellen
                                                         
Bewertung von Tränkwasser gem. Orientierungsrahmen 
                                 
Kamphues (PDF, 832 KB) et al. 2007; Empfehlungen zur Beurteilung der hygienischen Qualität von Tränkwasser für Lebensmittel liefernde Tiere unter Berücksichtigung der gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen                                                          





Ansprechpartner


Dr. Egert, Michael

Dr. Egert, Michael

Institutsleiter,
Futtermittel-Inhaltsstoffe,
Mikro- / Molekularbiologie 


Jägerstr. 23 - 27
26121 Oldenburg
Phone:
+49 441 801-840
Fax:
+49 441-801-871
E-Mail

Rüger, Katherina

Rüger, Katherina

Anorganische Analytik, Biogasuntersuchung

Jägerstr. 23 - 27
26121 Oldenburg
Phone:
+49 441 801-952
E-Mail

Kuck, Cornelia

Kuck, Cornelia

Tränkwasser

Jägerstr. 23 - 27
26121 Oldenburg
Phone:
+49 441 801-836
Fax:
+49 441 801-899
E-Mail







Kontakt

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Jägerstraße 23-27
26121 Oldenburg
Telefon: 04 41 - 80 18 21
Telefax: 04 41 - 80 18 99
E-Mail: lufa@lufa-nord-west.de