Untersuchungen auf Radioaktivität

Untersuchung von Radioaktivität in Lebensmitteln, Futtermitteln, Dünger, Boden und anderen Matrizes










Eine radioaktive Kontamination von Proben jeglicher Art lässt sich z.B. durch Messung der Cäsiumisotope Cs-137 und Cs-134 feststellen. Diese Isotope gelangten durch oberirdische Kernwaffenversuche in den 60er Jahren und im Wesentlichen durch die Reaktorunfälle von Tschernobyl (Ukraine) und Fukushima (Japan) in die Umwelt.
Belastungen durch Cäsiumisotope sind deshalb problematisch, weil sie chemische Ähnlichkeit mit Kalium haben und über kontaminierte Nahrungsmittel in den Körper gelangen. Ähnlich verhält es sich mit dem Strontium-90. Dieses radioaktive Nuklid wurde ebenso wie das Cäsium bei den Kernwaffenversuchen und bei dem GAU in Tschernobyl in die Umwelt freigesetzt. Auch außerhalb der 30km Zone von Fukushima wurde dieses künstliche Radionuklid in höheren Konzentrationen im Boden nachgewiesen.

  • Strontium-90 ist ein Beta Strahler, hat eine Halbwertszeit von 29 Jahren und  kann sich in Knochen einlagern und dort zu Krebs bzw. Leukämie führen.
  • Cs-137 hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren (Cs-134, 2 Jahre) und kann sich, wie das Strontium 90 in der Nahrungskette akkumulieren.
     
  • Jod-131 hat eine Halbwertszeit von 8 Tagen, es sammelt sich beim regulären Betrieb eines Reaktors in Zwischenräumen der Brennstäbe an. Im Störfall wird  radioaktives Jod mit zuerst freigesetzt. Jod-131 gelangt so auch in die Nahrungskette und reichert sich wie normales Jodid in der Schilddrüse an. Das Schilddrüsengewebe ist dann von innen der radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Es kann zu so zu Schilddrüsenkrebs kommen.

Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Radionukliden, sowie Messtechniken finden Sie in unserem Bericht für das Jahr 2009 zur zusätzlichen Umgebungsüberwachung der  Schachtanlage Asse.
Aktuelle Höchstwerte für verschiedene Radionuklide in Lebens-und Futtermitteln finden sie hier.
Die LUFA Nord-West ist amtliche Messstelle für Radioaktivität in Futtermitteln und Boden und führt im Auftrag des Bundes Messungen nach §3 Strahlenschutzvorsorgegesetz durch.
Wir sind Ihr kompetenter Partner, falls Sie Rohstoffe oder andere Produkte  auf Gammastrahlung oder Strontium-90  hin untersuchen lassen möchten. Insbesondere für den Import oder Export von Waren können wir für Sie entsprechende Untersuchungen durchführen und ggf. Zertifikate und Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausstellen.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mit unserer modernen Messtechnik haben wir auch für Ihre Fragestellung eine Lösung.


Zur Eigenkontrolle, aber auch als Zertifikate für Exporte werden Futter-, Lebensmittel und andere Proben auf mögliche Belastungen durch radioaktive Nuklide untersucht. Hier spielen besonders die Cäsium-Isotope Cs-134 und Cs-137 sowie Strontium Sr-90 eine entscheidende Rolle.









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