Die Mikroskopie - fester Bestandteil der Futtermitteluntersuchung

Die Mikroskopie ist seit Jahrzehnten in vielen Ländern Europas ein fester Bestandteil der Futtermitteluntersuchung. Sie leistet neben der chemischen Analytik einen wichtigen Beitrag bei der Qualitätsüberprüfung von Futtermitteln. Für einige Fragestellungen im Zusammenhang mit der Güte eines Futtermittels kann sie sogar die einzige Möglichkeit sein, da chemische Verfahren gar kein oder nur mit einem größerem Aufwand verbundene Ergebnisse liefern können.


Abb. 1: oben links Milchleistungsfutter, oben rechts Schweinefutter,
unten links Broilerfutter, unten rechts Taubenfutter

Das umfangreiche Angebot an mikroskopischen Untersuchungen bei der LUFA Nord-West umfasst:

Die Zusammensetzung eines Mischfuttermittels bzw. die Überprüfung einer Deklaration ist ein Schwerpunkt der mikroskopischen Analytik. Die Komponenten eines Futtermittels werden anhand charakteristischer morphologischer Strukturen identifiziert. Ist eine Quantifizierung möglich, erfolgt diese durch auslesen und wiegen der einzelnen Komponenten, oder durch Schätzung der Mengenanteile.


Abb. 2: oben links Sonnenblumensamenschale,
oben rechts Rapssamenschale, unten Leinsamenschale

Die Untersuchung der Botanischen Reinheit eines Einzelfuttermittels umfasst den Nachweis artfremder, botanischer Verunreinigungen ohne schädliche Auswirkungen auf die Tiere, z. B. Stroh und Samen von anderen Kulturen oder von Unkraut.

Bestandteile tierischen Ursprungs sind in Futtermitteln für Nutztiere verboten bzw. nur eingeschränkt zulässig. Sie können anhand charakteristischer morphologischer Merkmale (z.B. Knochenfragmente von Landtieren oder Fischen, Muskelfasern, Federmehlbestandteile und andere) bestimmt werden. Eine Differenzierung zwischen Landtierpartikeln und Fischpartikeln ist z.B. anhand der Knochenfragmente möglich.
Seit vielen Jahren ist die mikroskopische Abteilung der LUFA Nord-West Mitglied des Nationalen Referenzlabors für den Nachweis tierischer Bestandteile in Futtermitteln.


Abb. 3: oben links Fischknochenfragment, unten links Knorpelfragment, rechts Tierknochenfragment

Ein weiteres Einsatzgebiet der Mikroskopie ist die Identifizierung und Quantifizierung von unerwünschten Stoffen wie z.B. Ambrosia, Mutterkorn, Crotalaria und weiteren. Diese dürfen in Futtermitteln aufgrund ihrer Toxizität oder der potenziellen Gefahr, die sie für die Gesundheit von Mensch, Tier oder Umwelt darstellen nicht oberhalb einer spezifischen Höchstmenge enthalten sein.

Verpackungsrückstände wie etwa Papierfasern, Plastik, Aluminium und ähnlich Materialien, gehören zu den verbotenen Stoffen und können z.B. in Nebenerzeugnissen der Back- und Teigwarenindustrie enthalten sein.

Zur Beurteilung der Frische eines Futtermittels wird die Abwesenheit bzw. Anwesenheit von Verderbnisanzeigern wie z.B. Pilzhyphen oder tierischen Vorratsschädlingen (Milben, Kornkäfern, Leistenkopfplattkäfer und weitere) herangezogen.


Abb. 4: oben Hinterleib einer Speckkäferlarve, unten links Milbe, unten rechts Flügel einer Motte

Ergänzend zu den klassischen mikroskopischen Analyseverfahren können die Korngrößenverteilung mittels einer Siebanalyse und das Hektolitergewicht bestimmt werden.


 

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