BVD-Sanierungsprogramm

Seit 2011 müssen laut BVD-Bundesverordnung alle Kälber auf die Rinderkrankheit „Bovine Virusdiarrhoe“ untersucht werden. In Niedersachsen werden hierfür Gewebeohrmarken verwendet. Beim Einziehen der Ohrmarke werden die Proben direkt in ein Probengefäß gestanzt und fest verschlossen.


Das Institut für Tiergesundheit der LUFA Nord-West untersucht im Auftrag der niedersächsischen Tierseuchenkasse alle neugeborenen Kälber aus 16 Landkreisen Niedersachsens. Jährlich erreichen mehr als 300.000 Proben das Institut. Die Untersuchung dauert in der Regel 1-2 Werktage. Täglich erfolgt eine automatische Übermittlung der Ergebnisse der LUFA (über die Veterinärämter) an die „vit Verden“ (Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung e. V.).

Wenn das Untersuchungsergebnis bis zum 12. Lebenstag des Kalbes übermittelt wurde, kann der Rinderpass/Stammdatenblatt mit aufgedrucktem BVD-Status versendet werden. Liegt bis dahin kein Ergebnis vor, wird der Rinderpass ohne Status verschickt. Befindet sich der BVD-Status nicht auf dem Rinderpass, kann er nicht nachgedruckt werden! Der Status des Tieres kann dann aber jederzeit in der Hi-Tier-Datenbank eingesehen und ausgedruckt werden.


Tipps für die Probenentnahme

Jeden Monat erhalten einige der eingehenden Proben den Status "nicht auswertbar". Der Grund dafür kann sein, dass sich entweder zu wenig Probenmaterial in den Gefäßen befindet, lediglich Haare eingesendet wurden oder die Gefäße leer (offen oder defekt) sind. Um einen daraus resultierenden Mehraufwand an Zeit und Kosten für alle Beteiligten zu vermeiden, sind hier ein paar Hinweise für eine reibungslose Probenentnahme:

 



Auf vollständige Ohrmarken/Probengefäße achten!

 

Die Probengefäße bestehen aus einem Röhrchen und einem Deckel.

 

Der Deckel enthält einen kleinen metallischen Stanzzylinder.

 

Bild 1
Stanzzylinder eines Caisley-Probengefäßes
 

Bitte testen Sie, ob der Stanzzylinder fest sitzt. Ohne diesen Stanzzylinder ist eine Probenentnahme nicht möglich! Überprüfen Sie vor der Probenentnahme beide Ohrmarken genau. Fehlt ein Stanzzylinder, dann verwenden Sie eine andere Ohrmarke! Bei zu vielen fehlerhaften Ohrmarken wenden Sie sich bitte direkt an die „vit Verden“.

Es kann mitunter vorkommen, dass die Probenentnahmezange defekt ist.
 



Auf die richtige Begleitkarte achten

 

 

Für jede Probe muss die weiße Begleitkarte beigelegt werden. Liegt die passende Karte nicht mehr vor oder ist sie zu schmutzig, gibt es die Möglichkeit, einen handschriftlichen Zettel beizulegen, auf dem folgende Informationen zu vermerken sind:

 

 

  1. Betriebsnummer
  2. Anschrift
  3. Ohrmarkennummer

 

Bild 2
Bitte stecken Sie die Begleitkarte nicht mit in die blauen Plastiktüten!

 

Bild 3
Die Karte immer extra - so ist es richtig.

Geburtsmeldekarten oder Ohrmarken-Nachbestellungen senden Sie bitte direkt an die „vit Verden“.
 



Keine Alternativen einschicken!

 

 

Eigene Probengefäße und Proben, die ohne das Caisley-Probenahmesystem entnommen wurden, werden nicht untersucht! Das schließt auch Hautfetzen und abgeschnittene Ohrspitzen mit ein! Haare reichen für eine Untersuchung ebenfalls nicht aus. Auch Caisley-Probengefäße, in denen sich laut Angabe des Landwirtes Stanzproben eines anderen Tieres befinden, werden nicht untersucht.

 

 

 

Bild 4:
Ein Caisley-Probengefäß dieser Art wird nicht untersucht
 



Mehrere Proben in einem Umschlag

 

Sie können bis zu 20 Proben in einem Umschlag verschicken. Dabei ist es trotzdem notwendig, die Proben eines Tieres in eine blaue Tüte zu verpacken. Hilfreich ist es, wenn die Begleitkarten bereits von einander getrennt und sortiert sind.
 

 


 

 

Was tun bei einem nicht auswertbaren Ergebnis?

 

 

Kommt es zu einem nicht auswertbaren Ergebnis, muss der BVD-Status des Tieres über eine vom Tierarzt entnommene Blutprobe ermittelt werden. Hier gibt es zur Einsendung zwei Möglichkeiten:

  1. Die Blutprobe wird entnommen, wenn das Kalb mindestens 31 Tage alt ist. In diesem Fall werden die Untersuchungskosten von der Niedersächsischen Tierseuchenkasse übernommen.
     
  2. Die Blutprobe wird vor dem 31. Lebenstag des Kalbes entnommen. In diesem Fall trägt der Besitzer die Kosten für die in diesem Alter notwendige PCR-Untersuchung selbst.

 


 

 

 


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Dr. Lüken, Caroline

FTA Virologie
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